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Katholisch-islamische Ehe

Katholisch-islamische Ehe

Der Islam fragt hinsichtlich der Eheschließung eines muslimischen

mit einem andersgläubigen Partner:

 

Ist der andersgläubige Partner Polytheist und damit

ungläubig, oder ist er Jude oder Christ?

 

Und:

 

Ist es ein muslimischer Mann oder eine muslimische

Frau, der oder die eine interreligiöse Ehe eingehen

möchte?

 

Grundsätzlich verbietet der Koran dem muslimischen

Mann und der muslimischen Frau die Heirat mit einem

polytheistischen Partner

 

Der muslimischen Frau ist auch die Heirat mit einem

Juden oder Christen verboten. Denn man befürchtet eine

Gefährdung ihres Glaubens. Zur formalen Begründung

dieses Verbots wird auf den Koran verwiesen


Einem muslimischen Mann aber ist die Heirat mit

einer Jüdin oder Christin erlaubt. Er gilt wohl als unbeeinflussbarer,

und man lässt hier auch das Argument greifen,

Juden und Christen hätten als sog. Schriftbesitzer Anteil

an der Offenbarung Gottes

 

In einer solchen Ehe hat der muslimische Mann die Glaubensüberzeugung

seiner jüdischen oder christlichen Frau

zu respektieren und ihr die Ausübung ihres Glaubens zu

ermöglichen. Sie darf nicht an der Erfüllung religiöser

Pflichten oder am Lesen der heiligen Schrift gehindert

werden. Vom Ehemann untersagt werden kann ihr aber

der Genuss von Schweinefleisch oder Alkohol, denn der

könne das familiäre Zusammenleben stören, ist er dem

Muslim doch verboten.

Die Kinder aus einer jüdisch- oder christlich-islamischen

Ehe werden nach islamischem Verständnis selbstverständlich

Muslime, da sie der Religion des Vaters zu

folgen hätten. Wie schon erwähnt, hat der Vater im Fall

einer Scheidung die Vormundschaft über die Kinder.